| German Language and Identity (auf Deutsch) |
|
|
| Written by Tony Ganzer | |||
| Views: 8005 | |||
| Thursday, 17 December 2009 16:47 | |||
|
Click for English translation or scroll down.. Moderator: „Zwischen Ruhr und Bosporus“, darüber schreiben Schüler aus sieben Nationen derzeit in Duisburg. Sie haben es gerade bei uns gehört in den WDR3 Resonanzen im perfekten Deutsch, sodass es im nächsten Jahr veröffentlicht wird. Längst in der Sprache heimisch sind sie geworden, könnte dazu man sagen, und ist etwas, was von konservativen Kreisen immer als Hauptindiz für Integration ins Feld geführt wird. Really? Hat sich dazu Anthony Ganzer Gedanken gemacht und hat sich gefragt als das hörte. Der US-amerikanischer Journalist, der seit einem Monat Gast in den WDR3 Resonanzen ist. Das ist also so, wenn man die Sprache perfekt beherrscht, dann ist man integriert in Deutschland, und wenn nicht, dann ist man nicht anerkannt? Nur wer perfekt spricht ist integriert, wird respektiert? Die Sprache also als Hindernis für Anerkennung? Schwer genug ist Deutsch ja schon, auch für die jene, die es nicht beim nuken an der Muttermilch gehört haben. ![]() Amerikaner Bruce Darnell läuft sowie eine "Top Model" im Fernsehen. (Germany's Next Top Model) TG: Wie kommt es also, dass einige Leute in Deutschland recht erfolgreich sein können, obwohl sie kein perfektes Deutsch sprechen? Professor Doktor Ulrich Schmidt-Denter: “Man sieht daran eigentlich schon, dass die Deutschen nicht dieselbe Sprachsensibilität wie zum Beispiel die Franzosen haben, wo ist es vielleicht undenkbar, dass einer von denen nicht perfektes Französich spricht.” TG: Professor Ulrich Schmidt-Denter ist Psychologue an der Universität Köln. Seiner Meinung nach falle es der deutschen Gesellschaft allem Anschein nach leichter, Einwanderer zu akzeptieren, die bereits eine gewisse Popularität durch die Medien haben. Der Status, den ihnen die Medien verleihen, nivelliert unzureichende Deutschkenntnisse anscheinend. Medienstars wird ein anderer Status eingeräumt: Entertainment gilt als etwas nicht so Wichtiges. TG: Für die Bereiche Arbeit und Schule aber, so Schmidt-Denter, ist das Thema Sprachkompetenz und die daraus resultierende Anerkennung von Migranten von maßgeblicher Bedeutung. Er und sein Team befassten sich in einem Forschungsprojekt mit der personalen und sozialen Identität der Europäer - insbesondere der Deutschen. Die Sprache spielt eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Identität. Nicht nur für den Einzelnen: Schmidt-Denter: „… wenn man bedenkt, dass ich etwa mein Kind in eine Schulklasse schicken soll, in der etwa 30-50 Prozent Immigranten sind, die gar nicht Deutsch können. Dann muss man nicht besonders sprachsensibel zu sein, um das nicht zu wollen, weil man weiß, es kann nicht funktionieren.“ TG: Unzureichende oder gar schlechte Sprachkenntnisse, so Schmidt-Denter, in der Schule oder am Arbeitsplatz sorgen für erhebliche Probleme. Sprechen zu viele Mitarbeiter kein korrektes Deutsch, dann leiden Kommunikation und Kooperation untereinander. TG: Ganz anders funktioniert die Welt des Entertainments oder die des Internationalen Fußballs. Hier lassen sich unterschiedliche Sprach-Niveaus schon leichter überbrücken.Wenn die Show erst einmal läuft, wie einst bei Giovanni Trapattoni, dem ehemaligen Fußballtrainer des FC Bayern München, dann lässt sich mit einem „interessanten“ Sprachstil, durchaus ein besonderer Platz in den Herzen der Deutschen erobern. Oton: Trapattoni: Ich habe immer die Schulde über diese Spieler … Ich habe fertig. ![]() Bruce Darnell has turned imperfections in German, into a cottage industry. (Germany's Next Top Model) Host: “Between the Ruhr and the Bosporus” is the topic about which school children from seven nations are writing in Duisburg. You heard it just now here in WDR3 Resonanzen in perfect German, as it will be published next year. They have long grown into the language, you could say, and it’s something that those in conservative circles often call upon as a main benchmark of integration. Really? Thought Anthony Ganzer, and asked himself as he heard that. The American journalist has been a guest with the WDR3 Resonanzen for the last month. So that’s how it is, that those who have perfectly mastered the language are integrated in Germany, and those who haven’t are not recognized? Only those who speak perfectly are integrated and respected? The language is thus a hindrance to recognition? German is certainly difficult enough, and also for those who did already hear it in the cradle.
|
|||
| Last Updated on Thursday, 17 December 2009 17:06 |
Post guest worker program, some are still uncomfortable in their German homes. Hear the Deukisch story.
Read an honest take of this German region and its spiritual side.
A special series about Cairo, after the revolution. Links to the stories are listed here.